Montag, 9. November 2015

Lolas Rezension zu Krieg - stell dir vor, er wäre hier von Janne Teller

In 80 Wörtern durch das Buch:
Stell dir vor, es ist Krieg - nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Faschistische Diktaturen sind an der Macht. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Jeden Tag sehnt er sich zurück nach seinem Zuhause. Doch wo ist das?

Zur Autorin:
Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, besonders in Afrika, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. Heute lebt sie in New York und Berlin. Für ihr literarisches Schaffen wurde die Autorin vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, kreist sie stets um die großen Fragen im Leben und löst mit gesellschaftskritischen Themen nicht selten stürmische Debatten aus. Janne Tellers Literatur ist in 25 Sprachen übersetzt.

Cover:
Das Cover passt zu ihren vorherigen Werken bei dtv und lenkt durch die rote Schrift Aufmerksamkeit auf sich.

Meine Meinung:
Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten.
Es hat mich beeindruckt und dadurch, dass die Geschichte aus der DU-Perspektive geschrieben ist, fesselte es mich noch mehr und ich war total in der Geschichte drin, so kommt aber auch nie raus, dass der Protagonist ein 14-jähriger Junge sein soll.
Die Illustrationen sind sehr passend und verdeutlichen alles nochmal, obwohl sie ein bisschen abstrakt sind, soch gerade das regt zum Nachdenken an.
Das Buch macht deutlich, dass es immer zu einer Krisensituation kommen kann und dass man sich dann auf den Weg einer neuen Heimat macht, auch wenn es heißt alles aufzugeben.
Es ist sehr gesellschaftskritisch und im Moment hoch aktuell.
Ich hoffe, dass viele Menschen das Buch lesen und nachdenken, denn es hat nur 50 Seiten und ist echt schnell gelesen, doch es ist als Kinderbuch eingestuft und das passt für mich nicht.
Es ist schon sehr ernst und so direkt, also vielleicht sollten es eher Ältere lesen und mit ihren Kindern darüber reden.

Fazit:
Ich möchte hier keine Weltkugeln vergeben, da ich das beschriebene Schicksal nicht bewerten will, doch ich kann euch nur empfehlen das Buch zu lesen, um die Situation von Flüchtlingen nachzuvollziehen und hoffe, dass das Buch sich verbreitet und viele Menschen es lesen werden!

Verlagsseite

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