Dienstag, 19. Januar 2016

Lolas Rezension zu Centum Night - Der freie Fall von Lou Timisono

 In 80 Wörtern durch das Buch:
Europa versinkt im Chaos. Die Elite lebt ein paradiesisches Leben im Luxusrefugium Youbeau-Naxton, während die verarmte Bevölkerung umgeben von Müllbergen in den Ruinen der vom Verbrechen beherrschten Crime Zone Bonnieville hausen muss. Zwischen diesen Territorien befindet sich die Hochsicherheitszone Solocity. Die Solos werden in monotoner Bedürfnislosigkeit gehalten. Sexuelles Verlangen und die Sehnsucht nach menschlicher Nähe werden auf hohem technologischen Niveau kontrolliert abgebaut. Freundschaft und Liebe sind verboten.
Da geschieht das Undenkbare. Im gewaltfreien Solocity beginnt eine rätselhafte Mordserie. Agent Bellefleur erhält bei seinen Nachforschungen Hinweise auf ein weitgespanntes Netz aus Verrat und verborgenen Leidenschaften, das bis in die Spitze des Regimes reicht. Kann er einen neuen Civil War verhindern?

Zur Autorin:
Lou Timisono hat Englische Literatur und Philosophie studiert. Sie lebt abwechselnd in Cambridge, England, und Orange, Frankreich.

Cover:
Ich finde das Cover echt gelungen!

Meine Meinung:
Es klang total spannend. Aber ich fand keinen Einstieg in das Buch. Die neue Welt wurde viel zu wenig erklärt, die Perspektiven wurden zu häufig gewechselt und ich wusste lange nicht worauf das Buch rauswill.
Die Idee finde ich gut mit dem 3-Klassensystem und auch das die Dystopie in Europa spielt, aber leider mangelte es an der Ausführung.
Der Schreibstil war viel zu neutral, als dass irgendwelche Emotionen vermittelt werden konnten. Außerdem war kein einziger der vielen Charaktere auch nur ansatzweise sympathisch, so dass ich Probleme hatte mich in diese einzufühlen.
Durch die vielen Perspektivwechsel war er Einstieg schwer und ich konnte mir nicht vorstellen, wie das alles am Ende zusammenpasst und manche Handlungsstränge hätte man weglassen sollen, um manche auszubauen.
Das Buch hat nicht viele Seiten, aber trotzdem hatte ich dauernd das Gefühl, man hätte es noch um einiges kürzen sollen, damit Spannung aufkommt.
Die Probleme die diese Entwicklung der Welt bringt werden ignoriert oder nur ganz kurz angeschnitten, aber nichts wird thematisiert und so dachte ich am Ende immer noch und was ist jetzt das Problem mit dem System und wie funktioniert das überhaupt alles?
Aber ein Thema war zentral und immer da, so dass es mich irgendwann nur noch genervt hat und das Buch noch mehr vermiest hat und das war Sex. Ich habe nichts dagegen, wenn Sex in einem Buch auftaucht, aber muss das jede Seite sein? Das ist doch ein
e Dystopie und kein Erotikroman!

Fazit:
Eine spannende Idee, aus der nichts wurde.





Verlagsseite

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen