Freitag, 18. März 2016

Lolas Rezension zu Jane Austens Northanger Abbey von Val McDermid

In 80 Wörtern durch das Buch:
Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Sie trifft dort viele Freunde und merkt, dass nicht alle Menschen so nett sind, wie sie sie sehen will. Als Henry sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist…

Zur Autorin:
Val McDermid stammt aus Schottland. Bereits mit siebzehn Jahren besuchte sie das renommierte St. Hilda‘s College in Oxford. Sie arbeitete als Journalistin und Bühnenautorin. Ihre psychologischen Krimis, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, dienten mehrfach als Filmvorlage. Val McDermid lebt mit ihrem Sohn und ihrer Lebensgefährtin im Nordosten Englands.

Cover:
Ich finde das Cover zu den Romanen, die Cat immer liest, aber nicht zur tatsächlichen Geschichte.

Meine Meinung:
Ich kenne das Original nicht, sondern nur die Stolz und Vorurteil Verfilmungen. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte sehr nah am Original ist  und genau das ist das Problem.
Die Adaption, die gut geschrieben ist, hat in soweit geklappt, dass die Geschichte neu erzählt wurde, aber nicht, dass die Geschichte in die heutige Zeit geholt wurde.
Die Mädchen werden bevormundet, suchen nur nach einem Mann zum Heiraten und sollen am besten nur hübsch aussehen. Das ist nicht das 21.Jahrhundert, sondern leider viel mehr die Zeit, aus der das Original stammt. Aber nicht nur dass diese Frauenbilder vermittelt und als richtig betsätigt werden.
Auch das ein Paar sich nach 1 Woche verlobt und es entscheidend ist, dass die Eltern einverstanden sind, passt nicht zum heutigen Großbritannien.
Doch nicht nur diese für die moderne Zeit absolut unpassenden Bilder machen die Freude am Lesen kaputt, sondern auch diese furchtbaren Charaktere, denn Cat wirkt oberflächlich, super naiv und die Übertreibung, dass sie nur weil sie gerne liest mit 17 immer noch hinter jeder Ecke einen Vampir erwartet fand ich echt furchtbar. Aber die anderen Charaktere sind ähnlich oberflächlich und einfach nur doof. Die Teenager Klischees, die die einzigen Hinweise auf die heutige Zeit sind nerven auch sehr.
Doch nicht nur die Adaption ist misslungen, sondern die Spannungskurve auch. Es spielt ewig auf dem Festival, was ich ganz nett fand, aber es ist sehr wenig passiert, aber als sie dann nach Northanger Abbey kommen fand ich die Probleme nur konstruiert und nervig, aber nicht ernst zu nehmen. Und so war auch das Ende schnell abgehandelt und das hätte man auch habem können ohne dass sie nach Northanger Abbey fahren müssten.

Fazit:
Eine Adaption unter der die Adaption in die moderne Zeit, die Charaktere und die Spannung leiden.

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