Freitag, 9. September 2016

Lolas Rezension zu Der geheime Zirkel #1 - Gemmas Visionen von Libba Bray

In 80 Wörtern durch das Buch:
England,1895: Die 16-jährige Gemma wird nach der Ermordung ihrer Mutter auf einem Internat für höhere Töchter, der ›Spence-Akademie‹, zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Dann entdeckt Gemma das Tagebuch eines Mädchens, das 20 Jahre zuvor auch Schülerin von Spence war.

Zur Autorin:
Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. Mit ihrer Trilogie ›Der geheime Zirkel‹ schaffte sie es auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York-Times und landete einen internationalen Erfolg. Für ihr Buch ›Ohne. Ende. Leben.‹ wurde sie mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet. Heute lebt die in Texas aufgewachsene Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

Cover:
Ich finde das neue Cover viel schöner als das alte und es passt sehr gut zur Geschichte und den folgenden Büchern.

Meine Meinung:
Ich liebe die Diviners Reihe der Autorin und weiß, dass sie gerne ein paar Seiten mehr schreibt, aber dieses Mal war das Buch nicht so dick und der Schreibstil war das Beste am Buch, denn dieser schafft tolle Atmosphären und die Autorin hat die historischen Aspekte echt toll miteingebracht.
Die Schicksale der Mädchen und ihr Leben war sehr interessant und hat mir immer wieder vor Augen geführt wie viel besser ich es heute habe.
Aber mit den Mädchen kommt leider auch mein großes Problem bei diesem Buch: Die Charaktere waren mir alle, auch Gemma, sehr unsympathisch und ich hatte echt Schwierigkeiten sie zu verstehen oder mich mit ihnen zu identifizieren, was nicht daran lag, dass es nicht in der heutigen Zeit spielt, sondern mit ihren Charaktereigenschaften und ihren Handlungen. Außerdem hatte ich nicht das Gefühl, dass die Autorin sie groß ausgearbeitet hat, denn sie blieben immer oberflächlich und haben mich nicht überrascht.
Die Liebesgeschichte war so im Hintergrund, dass ich es nicht gemerkt hätte, wenn sie nicht da gewesen wäre, denn auch er war mir unsympathisch und ich habe ihn nicht verstanden.
Obwohl das Buch kürzer ist als die anderen der Autorin, kam es mir oft langatmig vor nur um dann am Ende alles viel zu schnell aufzulösen und abzuhandeln, so dass es mir zu schnell war und auch nicht authentisch wirkte.
Das Buch konnte mich nicht wirklich fesseln und das wurde auch nicht zum Ende hin besser. Das lag daran, dass es mir egal war, was mit den Charakteren passiert und weil es viel zu schnell ging, als dass ich es mich fesseln könnte.

Fazit:
Ein langatmiges Buch mit unsympathischen Charakteren und einem schnellen Ende.
 

Verlagsseite

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen