Mittwoch, 12. Juli 2017

Lolas Rezension zu Zwei Jahre acht Monate und achtundzwanzig Nächte von Salman Rushdie

In 80 Wörtern durch das Buch:
Dunia, eine Dschinnya, Fürstin des Lichts, verliebt sich in einen Menschen, den Philosophen Ibn Rush und zeugt mit ihm viele Kinder, gründet so das Duniazat.
Ibn Rush steht als Nichtgläubiger im Kampf gegen den den tiefgläubigen Ghazali. Selbst nach ihrem Tod führen sie ihren Streit als Geister weiter.
Dieser Kampf zwischen Vernunft und Glaube breitet sich aus und endet im totalen Chaos als der Spalt zwischen der Welt der Dschinn und der der Menschen aufgeht und die dunklen Dschinn beginnen Ghazali zu unterstützen und Dunia ihre Kinder zusammentrommelt...

Zum Autor:
Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman »Mitternachtskinder« wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Preise, er wurde u.a. als der beste aller Booker Preisträger ausgezeichnet, 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU zuerkannt. 2007 schlug ihn die Queen zum Ritter.

Cover:
Einfach so wäre das Cover echt langweilig, aber der "Fühleffekt" macht es irgendwie wieder cool und es passt so schlicht.

Meine Meinung:
Ich hatte Lust auf eine Dschinn-Geschichte, hatte die Beschreibung gelesen und dachte das wäre mal etwas Anderes und das war es auch...
Die Handlung ist ganz schwer zusammenzufassen, denn es geht einerseits um den Konflikt der Philosophen, dann um die Liebe zwischen Dunia und Ibn, die Schicksale ihrer Kinder und auch noch um die Bedrohung und Zerstörung der Ordnung der Welt. Und das war mir einfach manchmal zu viel auf einmal. Die Schicksale der Kinder fand ich spannend, aber die Geschichten hatten alle weniger Tiefe als erhofft, da es so viel zu erzählen gab und die vielen Sprünge haben meinen Lesefluss eingeschränkt.
Auch haben sie meine Bindung zu den Charakteren gestört, so dass keine entstand, was sehr schade war, da diese eigentlich das Potential gehabt hätten, interess
ant zu sein.
Diesen Zwiespalt hatte ich auch bei dem Schreibstil ich mochte ihn an vielen Stellen und war beeindruckt wie poetisch er war, aber an anderen Stellen war es zu ausgeschmückt, wirkte gekünstelt und hat auch hier wieder meinen Lesefluss gestört.
Ein weitere Zwiespalt ist die Message des Buches, denn einerseits mochte ich viele einzelne Aussagen, aber was die Geschichte mir insgesamt sagen soll, habe ich nicht verstanden.

Fazit:
Mal etwas Anderes, das mich zwiegespalten zurücklässt, weil es zu viel sagen will und dabei an Tiefe verliert.



Verlagsseite

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen